Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε
17.08.2018

Mythos oder Wirklichkeit? Sollen riesige Kohlenwasserstoff-Reserven im östlichen Mittelmeerraum lagern?

Sitzen die Griechen auf immensen Reichtümern, wie das Portal der Deutschen Bank berichtete? Sollen die Gasvorräte südlich von Kreta und die Erdölvorkommen im Ionischen und im Ägäischen Meer von ganz beträchtlicher Grösse sein? Oder ist es alles eine fata morgana, die von bestimmten Kreisen und zu bestimmten Zwecken als wahr verkauft wird? Eine Analyse von Dr. Georg Chaziteodorou

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von Dr. Georg Chaziteodorou

 

Anmerkung

Dr. Georg Chatziteodorou studierte und promovierte als  Ingenieur für Bergbau an der RWTH Aachen, wo er auch jahrelang Lehrveranstaltungen in diesem Fach hielt. Für mehr als zwanzig Jahre hat er als Ingenierur für den Energie-Giganten Wintershall bei Bohrungen für Erdöl und Erdgas gearbeitet, u.a. in der Sahara, im Persischen Golf und auch in Nordgriechenland (Erdölfeld Prinos/Thassos).

 

Ersetzt das Ostmittelmeer den Persischen Golf?

Die fossilen (?) Kohlenwasserstoffe Erdöl und Erdgas sind seit vielen Jahrhunderten bekannt und wurden schon lange dort genutzt, wo sie natürlich an der Erdoberflächen austraten. An der Ortschaft Keri der Insel Zante des Ionischen Meeres tritt das Erdöl an der Oberfläche seit dem Altertum aus. In Mesopotamien dienten leichtere Erdölfraktionen zur Beleuchtung und schwerere zur Beheizung. Die alten Ägypter beherrschten bei der Erdölverarbeitung sogar schon einen «Cracking»-Prozess. Sie verwendeten u.a. Erdölprodukte zum einbasalmieren der Mumien. Im Mittelalter galten in Europa Erdölderivate als Wunderheilmittel. Eine größere wirtschaftliche Bedeutung bekam das Erdöl jedoch erst im Zuge der systematischen Lagerstättenerschließung, die in Pennsylvanien der USA begann.

Die Wissenschaften der Menschen sind keine reinen Wissenschaften, weil der Mensch als der Schöpfer der wissenschaftlichen Kenntnis, kann nicht gleichzeitig reines Produktionsobjekt von wissenschaftlichen Wahrheiten sein, weil dadurch gleichzeitig Objekt und Subjekt wird. Sehr oft verlässt man die wissenschaftliche Methode und folgt den Weg der in Räumen der Phantasie liegt und so entsteht der Mythos. Mythos bedeutet Logos, Erzählung, heilige Geschichte u.a. und stellt ein Modell dar an dem angepasst, vergleicht oder verkörpert werden können viele Ereignisse in unterschiedlichen Epochen, weil «nicht ist die Geschichte die sich wiederholt, sondern der Mythos der sich wieder erscheint» Die Wahrheiten die durch den Mythos kodiert sind, können mit der so genannten metaphysischen, zahlenmäßigen, geometrischen, astronomischen, biologischen, chemischen und philologischen Erklärungsschlüssel dekodiert werden.

Warum eigentlich die handfesten Beweise für solch gigantische Kohlenwasserstoff-Lagerstätten im Mittelmeer erst in den Jahren 2009/10, d.h. mitten in der Weltwirtschaftskrise, durch das US-Geological Survey bekannt gegeben wurden, bleibt ein Rätsel! Es gibt eine Parallele. Vor vierzig Jahren, Anfang 1972, mobilisierte der Bericht des «Club of Rome» über «Die Grenzen des Wachstums» intensive Forschungsarbeiten der Industrieländer in Meeresbereichen, zur Entdeckung neuer Vorräte an Kohlenwasserstoffen und Metalle und führte einen Außenminister der USA dazu, die Rohstofflieferländer zu drohen, dass die USA mit dem Abbau der  Manganknollenvorkommen (Die USA besaß angeblich die entsprechende Technologie!) der Tiefsee, unabhängig von den Rohstoffleferländern, beginnen wurde. Seitdem haben sich zwar die Erdöl-, Erdgas- und Metallvorkommen als viel größer herausgestellt, als der Club of Rome und sein Hauptautor, der Volkswirt Dennis Meadows, annahmen, doch es ist nicht ganz unbestritten, dass die Ressourcen wie damals dargestellt, endlich sind.                                                         
 
Über die Entstehung von Kohlenwasserstoffen und ihre Ansammlung in Lagerstätten hat es zahlreiche Theorien gegeben. Darunter auch solche, die in der Entstehung und Akkumulation einen ursächlichen Zusammenhang sahen, oder auch solche, die einen anorganischen Ursprung behaupteten und noch behaupten. Heute überwiegend gilt noch, dass fossille Kohlenwasserstoffe organischen Ursprungs sind und dass zwischen ihrer Entstehung und ihrer Ansammlung in Lagerstätten kein ursächlicher Zusammenhang bestehen muss. Im Erdöl vorhandene Reste organischen Materials, wie z.B. in Blut und Blattgrün enthaltene Porphyrin-Ringe, beweisen den organischen Ursprung. Und anhand so genannter biologischer Markierer oder Chemofossillien mit unverwechselbarer Molekülstruktur lassen sich statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen Erdöl und Muttergestein nachweisen.
 
Innerhalb des Sediments unterliegt das organische Material Kerogen einem Entwicklungsprozess, in dessen Verlauf unter dem Einfluss von Druck, Zeit und Temperatur mobilisierungsfähige Kohlenwasserstoffe gebildet werden können. Die Bildung flüssiger Kohlenwasserstoffe hängt
von zwei Bedingungen ab. Erstens muss das organische Ausgangsmaterial Kerogen die Erdölbildung überhaupt ermöglichen. Von den drei bekannten Kerogentypen lässt der eine, besonders wasserstoffarme Typ die Bildung flüssiger Kohlenwasserstoffe nicht zu. Zweitens muss der Entwicklungsprozess ein bestimmtes Reifestadium d.h. die Zone der Erdölgenese erreichen. Sie lässt sich auf der Temperaturskala etwa zwischen 65 und 150 Grad Celsius lokalisieren.
 
In Verbindung mit dem jeweiligen Temperaturgradienten lassen sich aus diesem so genannten Erdölfenster-Konzept Rückschlüsse darüber ableiten, jenseits welcher Tiefe die Bildung von Erdöl unmöglich und das Auffinden von Erdöl-Lagerstätten unwahrscheinlich ist. Nach dieser Theorie, bei normalem Gradienten (ca. 3 Grad Celsius je 100 m) ist die Erdölbildung jenseits 5.000 m Teufe unmöglich und Erdöllagerstätten jenseits 4.000 m Teufe nur in Ausnahmefällen zu erwarten sind. Wie ist es aber zu erklären, dass die BP vor kurzem im Golf von Mexiko eine Erdöllagerstätte in 10.500 m Teufe durchbohrt hat? Eine Erklärung kann es geben nur wenn das Erdöl abiotisch entsteht und aus großer Tiefe kommt. Da das Erdöl leichter als das umgebende Gestein ist kann sich nur nach oben bewegen und nicht absinken. Anders ist dies beim Erdgas, das unter höheren Temperaturen - mithin in größeren Tiefen - generiert und akkumuliert werden kann. So bleibt der gesamte Tiefenbereich bis über 10.000 m – wie er heute und in naher Zukunft erbohrt wird – grundsätzlich erdgashöffig.

Bild 1

 

Kohlenwasserstoffe werden als natürliche Anreicherungen - Lagerstätten - unter Tage in porösen Medien angetroffen. Ein poröses Medium ist ein fester Körper, der imstande ist, Fluida zu enthalten und zu leiten. Die Fähigkeit eines Gesteins, Fluida zu speichern wird durch seine Porösität beschrieben und hängt von der Packungsart und Kompaktheit des Speichergesteins (s. Bild 1) ab. Die Lagerstättentypen sind in Bild 2 dargestellt. Die dort ingesamt physisch vorhandenen Standardbedingungen umgerechneten Mengen von Kohlenwasserstoffen
bezeichnet man als OIP (Oil-in- Place) bzw. als GIP (Gas-in-Place).

 

Bild 2

 

Nur ein Teil hiervon ist technisch und wirtschaftlich gewinnbar. Dieser Teil stellt die Reserven dar. Der derzeit gewinnbringend erzielbare Ausbeutegrad kann sehr unterschiedlich sein. Es liegt für Erdöl gewöhnlich zwischen 10 % und 50 %, für Erdgas zwischen 60 % und 90 % des OIP/GIP. Der erzielbare Ausbeutegrad hängt von einer Reihe von Faktoren ab:
 
•    Geologische und physikalische Eigenschaften der Lagerstätte
•    Deren von der Kohlenwasserstofffirma erarbeiteter Kenntnistand
•    Art der anwendbaren Förderverfahren
•    Marktgegebenheiten und Preise
•    Art der Verträge mit Regierungen und auferlegte Abgaben
 
Außer den geologisch/physikalischen Gegebenheiten sind alle Faktoren veränderlich. Daher unterliegt das Reserveninventar einer Kohlenwasserstofffirma periodischen Revisionen. Die Gesamtmengen werden üblicherweise klassifiziert, entsprechend dem technischen Kenntnisstand hinsichtlich der Lagerstätteneigenschaften, und auch gemäß deren Erschließungsgrad durch Förderbohrungen und Förderanlagen.

Die Lagestättenarten werden in Bild 2 dargestellt.

 

Der Reservenklassifikation von Kohlenwasserstoffen liegen die in der Society of Petroleum Engineers (SPE) vereinbarten Definitionen zugrunde

Mit Reserven bezeichnet man die mit bekannten und erprobten Mitteln gewinn- und vermarktbare Mengen von Kohlenwasserstoffen in natürlichen Lagerstätten.

Im Beteiligungsgebiet physisch insgesamt vorhandene Reserven, aufgeteilt nach Reservenklassen nennt man Gesamtreserven. Die mit hoher Sicherheit unter  derzeitigen technischen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten als förderbar veranschlagte Mengen nennt man sichere Reserven (proven Reserven).

Als sicher entwickelte Reserven (proven developed reserves) nennt man die Mengen im Einzugsbereich von bestehenden Bohrungen mit Anschluss an Fördereinrichtungen. Die sicher nicht entwickelte Reserven (proven undeloped reserves) beinhalten:

  1. Vorräte in Trägergebieten in der Nähe bereits entwickelter Feldesteile. Nachgewiesen durch Teste oder den entwickelten Feldesteilen analoge Bohrlochsmessungen, und/oder             bekannte geologische und strukturelle Fortsetzungen des Trägers.
  2. Mengen, die mittels verbesserter (z.B. sekundärer oder tertiärer) Fördermaßnahmen in den bereits entwickelten Feldesteilen zusätzlich gewonnen werden können. Der Einsatz  dieser Maßnahmen muss geplant sein und die Techniken müssen sich durch Pilotprojekt im gleichen Feld oder in direkt vergleichbaren Lagerstätten als erfolgreich erwiesen haben.


Die wahrscheinliche Reserven (probable reserves) werden wie folgt klassifi-ziert:

  1. In vom Kenntnisstand her noch nicht gesicherten Feldesteilen, z.B. oberhalb oder unterhalb der bislang bekannten KW-Führung oder in strukturhöheren Randblöcken aufgrund von positiven geologischen und geophysikalischen Hinweisen erschließbare KW-Mengen.
  2. KW-Mengen in untypischer Fortsetzung eines produzierenden Trägers, die aus zuverlässigen Logdaten als produktiv interpretiert wurde, ohne dass Kern- oder Testdaten vorliegen.
  3. Zusätzlich gewinnbare Mengen aus Infill-Bohrungen, die aus legalen oder wirtschaftlichen Gründen zunächst nicht geplant sind.
  4. Durch Verbesserung von Ausbeutetechniken (z.B. Tertiärverfahren) erzielbare zusätzliche Reserven, wenn die Techniken allgemein erprobt, aller Voraussicht nach anwendbar, aber dem betrachteten Feld noch nicht praktiziert worden sind.
  5. Zusätzlich gewinnbare Reserven im Bereich einer sicheren Lagerstätten, die sich aus einer alternativen Beurteilungsmethode ergeben (z.B. volumetrische gegenüber dynamischer Berechnung).


Die mögliche Reserven (possible reserves) haben wie folgt:

  1. Möglicherweise vorhanden aufgrund von Struktur- und Stratigraphieextrapolationen angrenzend an Gebiete wahrscheinlicher Reserven.
  2. Aus Bohrlochsmessungen oder Kernen als KW-führend erkannt, aber nicht derzeit mit wirtschaftlichen Raten förderbar.
  3. Aus technischen Gründen derzeit nicht sicher mit Bohrungen erreichbare Teile eines entwickelten Feldes.
  4. Durch Störung von einem sicheren Lagerstättenraum abgetrennte strukturtiefere Feldesteile.
  5. Reserven, deren wirtschaftliche Erschließbarkeit mit verbesserten Fördertechniken noch zweifelhaft ist. 


Die spekulativen Reserven sind für die Planung von Explorationsprojekten zunächst als sicher förderbare Mengen zugrunde zu legen. Zur Quantifizierung werden alle verfügbaren geologischen und geophysikalischen Kenntnisse sowie regionale Erfahrungswerte in Ansatz gebracht.

In der Wissenschaft gilt das so genannte Sparsamkeitsprinzip, das als «Ock-hams Rasiermesser» bekannt ist (benannt nach Wilhelm von Ockham, 1285-1349 n.Chr.). Es lautet: «Von mehreren Theorien, die den gleichen Sachverhalt erklären, ist jeweils die einfachste vorzuziehen, d.h. jene, die am wenigsten unüberprüfbare Annahmen enthält».

Es gibt für den Begriff Theorie verschiedenen Arten von Definitionen:

  1. Nach Plato, ohne eine breitere Theoretisierung gäbe es nicht eine Auffassung, noch eine Wissenschaft d.h. «das Wort wahrhaftiger Glanz».
  2. Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Theorie ein Mustermodell das noch nach mathematischer Art auszudrücken ist, darstellt.
  3. Andere Wissenschaftler meinen, dass eine Theorie eine einfache Beschreibung des gültigen ist, eine Beschreibung die nicht anderes berücksichtigt als die reinen wissenschaftlichen Gegebenheiten.
  4. Nach anderen Wissenschaftler die Theorie ist ein Forschungsinstrument und nicht eine allgemeine Beschreibung oder Darstellung einer Beziehung. Es handelt es sich vielmehr um eine Definition die die Forschung hilft und befähigt zeitabhängige Hauptrichtungen zu folgen.


Aber selbst eine durch Jahrhunderte wissenschaftlicher Forschung gesicherte Theorie gerät ins Wanken, wenn durch das Experiment zufällig oder mit Absicht, Sachverhalte aufgedeckt werden, die mit der geltenden Theorie durch keine Denkanstrengungen in Übereinstimmung zu bringen sind.

Aufgrund der biotischen Entstehungstheorie von Kohlenwasserstoffen ist einleuchtend, dass neben den festländischen Vorkommen die größten Lagerstätten in der Nähe der Ozeane gefunden worden sind, z.B. am Persischen Golf, am Golf von Mexiko, am Roten Meer, am Schwarzen und am Kaspischen Meer, in der Nordsee, an der Küste von Venezuela, von Borneo, Sumatra und Java u.a. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit ferner anzunehmen, dass sich unter dem Meeresboden des Kontinentalabhanges und teilweise auch der Tiefsee noch weitere und bisher noch unbekannte Lagestätten von Kohlenwasserstoffen befinden.

 

Unter dem Meerwasser gelegene Sedimentgebiete betragen 70 bis 80 Mio. qkm. Davon ist ca. ein Drittel explorationswürdig. Durch küstenparallele Verwerfungen und epirogenetischen Bewegungen wurden gebietsweise Absenkungsvorgänge eingeleitet, die Teile des ehemaligen Außenschelfs bis in Was-sertiefen von 3000 m absenkten. Oft werden große Sedimentpakete zwischen zwei kollidierenden Platten eingekeilt, so z.B. die Molukken-See, wo zwei Inselbögen zusammenstoßen. Schließlich kann ein Sedimentpaket auch selbst ein Terrain bilden, wie z.B. die Akkretionskeile im Bereich der Kodiak-Insel und des Golfs von Alaska (1, 2, 3, 4).
 
Mehrere Länder am Golf von Guinea in Afrika stehen auch im Mittelpunkt eines Wettkampfs um neu entdeckte Kohlenwasserstoff-Vorkommen. Seit kurzem steht Ghana im Zentrum der Erdölexploration. Auch vor den Küsten Gabuns, Äquatorialguineas, des Kongo und der Elfenbeinküste wurde man fündig. Nigeria zusammen mit Libyen halten ca. 70 % der Erdölreserven Afrikas.
 
Die Region Kaukasus und Kaspisches Meer entwickeln sich zu einem bedeutenden Energielieferanten der Welt. Unter dem Meeresboden des kaspischen Meeres, zwischen Baku und Turkmenistan sowie der Küsten Kasachstans, werden riesige Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet. Schätzungen zufolge so viel wie die nachgewiesenen Reserven von Irak und Iran. Kohlenwasserstoffsucher gefährden die Wälder Kanadas und die unberührte Natur der Arktis. Hier liegen schwer zugängliche Erdölsande und nicht ausge-beutete Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Es gibt auf der Erdoberfläche Gebiete, z.B. alle Gegenden, in denen kristalline Schilde zutage ausbeißen, die nach der biotische Entstehungstheorie von Kohlenwasserstoffen, frei von Kohlenwasserstoffen sind. Aber alle größeren Sedimentbecken, die tektonisch nicht allzu sehr beansprucht wurden und in denen heute noch zur Erdöl- und Erdgaserhaltung günstige Strukturen vorliegen, sind mehr oder weniger Erdöl- und Erdgasführende.

Die Vertreter der biotischen Entstehungstheorie der Kohlenwasserstoffe bringen als eines ihrer wichtigsten Argumente vor, dass es seit geraumer Zeit nicht mehr gelänge, wirklich große Erdöl- und Erdgaslagerstätten zu entdecken. Der Abbau werde zudem immer komplizierter und teuer. Die absehbare Erschöpfung nach dieser Theorie der natürlichen Vorkommen an Erdöl und Erdgas zwingen alle Länder der Erde einerseits zu einer Reduzierung von Kohlenwasserstoffen zur Energieerzeugung und anderseits die Erschließung neuer Energiequellen. 

 

Bild 3

 

Nach der Theorie der biotische Entstehung der Kohlenwasserstoffen, nimmt die Biomasse der Erde auf dem Wege der Photosynthese (Bild 3) von der Sonne jährlich die Energiemengen von knapp 50 Terrawatt-Jahres ( 1 TWa = 10 hoch 12 Watt x 8766 Stunden = 8,7 x 10 hoch 15 W.h = 8,7 x 10 hoch 12 kWh = 1,1 Mrd. t SKE (1 SKE =Wärme bei der Verbrennung von 760 Kg Steinkohle). Nach dieser Theorie sind auf diese Weise innerhalb von rd. 700 Mio. Jahren (von Präkambrium bis Quartär) von den 3000 Trillionen t organisches Material, welches in allen Sedimentbecken der Erde enthalten waren, nur 2 % (60 Trillionen t) zur Kohlenwasserstoffen umgewandelt worden. 
 
Von diesen wiederum sind nur 700 Mrd t SKE (636,4 TWa) gewinnbar. Die gewinnbaren Erdölvorräte betragen rd. 400 Mrd. t SKE (363,6 TWa) und die Erdgasmengen 300 Mrd. t SKE (272,7 TWa). Die gewinnbaren Vorräte der Kohle werden mit rd. 2000 Mrd. t SKE und für
Ölschiefer/Ölsande mit rd. 700 Mrd. t SKE angegeben (5, 6, 7).

 
Die Weltenergieumwandlung heute mit ca. 7 Mrd. Menschen beträgt ca. 12 TWa bzw. 13,2 Mrd. t SKE. Bei 9 Mrd Menschen im Jahre 2020 wird diese Umwandlung 20 Mrd. t SkE, bei  9,7 Mrd. Menschen im Jahre 2040 etwa 25 Mrd. t SKE und bei 10 Mrd. Menschen im Jahre 2050 wird dies Umwandlung 28 Mrd. t SKE betragen.

Die Tethys ist in der früheren Trias (245-208 Mio. Jahre) vor ca 225 Mio. Jahre entstanden und existierte bis in Paläozän/Euzän des Alttertiärs d.h. bis vor ca. 40 Mio. Jahre. Sie war ein tropischer Ozean in der breite kleiner der Pazifik und zeitweise größer der Atlantik. In diesem Ozean wurden die Sedimentgesteine der späteren Gebirgsbildungen abgelagert. Durch die Bewegung nach Norden der Afrikanischen Platte bzw. durch die Bewegung nach Süden der Eurasische Platte begann sich in den geologischen Epochen Kreide (144-66,4 Mio. Jahre) und Tertiär (66,4- 1,5 Mio. Jahre) die Faltung der neuen Gebirge. Vor etwa 6 Mio. Jahren (Am Ende des Miozäns) durch das Driften der afrikanische Platte nach Norden begann die Faltung der Alpen und die Absperrung des Wasserwegs zum Atlantik. Das Mittelmeer trocknete aus und an ihren inneren bildeten sich verschiedenen geschlossenen Seen. Gleichzeitig begann die Zerteilung der afrikanischen Platte mit der Bildung eines großen Grabensystems von Südafrika bis Libanon und der Entstehung der ostafrikanischen Seen, des Roten Meeres und des jordanischen Grabens. Das Festland Ägäida zerteilte sich vor 10.000 bis 12.000 Jahren mit der Bildung der Ägäis von heute.
 
Die Entstehung der großen Lagerstätten von Kohlenwasserstoffen (bei Annahme der biotischem Entstehungstheorie) in Nah- und Fernost, ist auf die Tethys zurückzuführen. Während des Messozoikums (245-66,4 Mio. Jahre) und des Alttertiärs (66,4-40 Mio. Jahre) bildeten sich offene Becken mit stehendes Wasser bedeckt, in denen die Überreste von tierischen und pflanzlichen Substanzen unter Ausschuss von Sauerstoff zu Kohlenwasserstoffbildungen führten.   

Das Mittelmeer ist ein Überrest der Tethys, eines weltumspannenden Urozeans, der den globalen Superkontinent Pangäa umgab und besteht aus vier größeren Tiefseebecken:                                                         

  • Balearen-Becken, auch Algerisch-Provenzalisches Becken, das bis zu 3255 m tief ist und im westlichen Teil des Mittelmeeres liegt, bildet das kleinste Becken.
  • Tyrrhenische Becken im Tyrrhenischen Meer mit einer Tiefe von 3758 m.
  • Ionische Becken im Ionischen Meer, das in Calypsotief- der tiefsten Stelle des Mittelmeeres- bis zu 5657 m tief ist.
  • In der östlichen Region befindet sich das bis zu 4517 m tief Levantische Becken im Levantischen Meer.


Bedeutend in der Sedimentären Entwicklung ist die Entstehung der verschiedenen Gebirge. Einen wesentlichen Einfluss hatte vor allem das Omanische Gebirge, die Apennin und die hellenischen Hochgebirge. Die Verbindungen zum Atlantischen und Indischen Ozean (über den Persischen Golf) waren ebenfalls von großer Wichtigkeit für die sedimentäre Evolution des Mittelmeerraums. Mit seinen Messozoischen Ablagerungen wird auch das Mittelmeer von den Vertretern der Drift-Theorie als möglichen Kohlenwasserstoffen Provinz gedeutet (8. 9). In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass im Untergrund des östlichen Mittelmeeres jene geologisch und erdgeologisch entscheidende Grenzfuge durchzieht, mit welcher der südliche starre, afrikanische Großraum gegen die nördlich anschließenden Faltungsbereiche grenzt. Diese Zone erstreckt sich vom Atlantik, Agadir bis zur Syrte. Von der Bibliszone im östlichen Anatolien bis zum Ausklingen der Zagrosketten entlang dem Euphrattal und weiter entlang dem Nordostufer des persischen Golfes grenzt hier ebenfalls die afrikanische Tafel mit ihrem arabischen Plattformteil gegen die weithin sichtbaren mobilen Faltenstränge der Thethys.
                                          
Die erste Reise des US-Forschungsschiffes «Glomar Challenge» im Mittelmeer erfolgte in den Monaten Semptember/Oktober 1970. Man nahm damals im westlichen Mittelmeer aus 7 Untersuchungsbohrungen 745 m Kernmaterial und im östlichen Mittelmeer ebenfalls aus 7 Bohrungen 651 m Kernmaterial auf. Die Wassertie-fen im westlichen betrugen 1100 bis 2800 m und im östlichen Mittelmeer 2700 bis 4600 m. Über die Ergebnisse der Untersuchungsbohrungen, dieser Zeitperiode (Bild 4), ist folgendes zu sagen:
 

  1. Die Bohrung 125 westlich von Kreta hatte sie bei eine Wassertiefe von 2782 m die Teufe 121 m im Meeresuntergrund erreicht. Viel zu wenig um um mögliche Vorkommen von Kohlenwasserstoffen zu entdecken. Man hat Evaporiten (Gipsen, Anhydriten und Salze) angetroffen.
  2. Die Bohrung 126 westlich von Kreta beim gleichen Wassertief hatte die
  3. Tiefe von 250 m im Meeresuntergrund erreicht. Unterhalb von Tertiäre Sedimente sind miozänische Gesteine duchgebohrt.
  4. Die Bohrung 127/128 nordwestlich von Kreta bei gleicher Wassertiefe wurde an der südlichen Front der Helleniden, die nah an dem hellenischen Graben lag, abgeteuft. Sie traf unterhalb von 427 m Quartäre Sedimente kreitanische Kalke an
  5. Die Bohrung 130 südöstlich von Kreta hatte sie bei eine Wassertiefe von 2982 m die Teufe 563 m im Meeresuntergrund erreicht Sie wurde am  Rande außerhalb des Ostmediterraner Rückens eingesetzt, die von der Abtragungen des Nils überdeckt werden. Sie hat keine anderen Forma-tion erreicht außer den Sedimentgesteinen der afrikanischen Platte.
  6. Die Bohrung 129 östlich von Kreta hatte sie bei eine Wassertiefe von 2933 m die Teufe 112 m im Meeres Untergrund erreicht. Sie wurde in der Tiefe Zone des Beckens von Strabo, die sich in dem außen Bereich der Ostmediterraner Rückens befindet, eingesetzt. Sie hat stratigraphische Gesteine mittelmiozänischer Zeit durchbohrt.
  7. Die Bohrung 131 gegenüber des Nilsdeltas hatte sie bei eine wassertiefe von 3.037 m die Teufe 272 m im Meeres Untergrund erreicht. Sie wurde in die morphologische Erweiterung des östlichen Ostmediterraner Rückens  eingesetzt. Sie hat keine anderen Formationen als quartäre Sedimentgesteine angetroffen.

 

Bild 4.

 
Diese Untersuchungsbohrungen haben folgende Erkenntnisse gebracht:
 
Im Norden befinden sich der Außenrand der Helleniden und der Ostmediterraner Rücken westlich wird von Evaporiten und östlich von Abtragungen des Nils überdeckt. Bezogen auf der Untersuchungsfläche war die Anzahl der abgeteuf- ten Bohrungen gering. Trotzdem die Untersuchungsarbeiten haben folgende Charakteristiken zu Tage gebracht:

  • Ein Teil der Gesteine des Meeresuntergrunds besteht aus hellen Margen und Salz mit Elemente von Turbidit. Die Mächtigkeit dieser Schichten wird mit 600 m geschätzt.
  • Eine Gruppe der Gesteine besteht aus Evaporiten. Diese Gesteine sind nicht ganz durchgebohrt und damit bleibt die Mächtigkeit unbekannt.
  • Eine andere Gruppe der Gesteine bestehen aus reich an Pyriten Margen und befindet sich im östlichen Mittelmeer (Bohrung 126 und 129). In Golf von Lyon (Löwengolf) und durch die Bohrung Mistral 55 km entfernt von der Küste sind ähnliche Gesteine mit einer Mächtigkeit von 1758 m angetroffen worden. Geologisch gehört diese Formation an die Zeit Mittel- bis obere Miozän und beinhaltet die Charakteristiken der tieferen Gesteine miozänische und pliozänischen Zeiten der Becken von Rhone, von Wien und der Pannonischen die als «type de sedimentation uniform dans tout la tethys vindobonienne» bezeichnet werden.

 
Ziel der Untersuchungen von «Glomer Challenge» im Mittelmeer 1979/71 war unter anderen die Entdeckung von Kohlenwasserstoff-Lagerstätten in dem Ostmediterraner Rücken. Die Tatsache dass solche Lagerstätten sowohl in der eurasische- als auch in der afrikanische Platte d.h. um das Mittelmeer solche Lagerstätten gibt gab es Hoffnungen auch solchen im Meeresuntergrund des Mittelmeeres zu entdecken. Spuren von Kohlenwasserstoffen sind bei der Bohrung 134 entdeckt. Es handelte aber hierbei um «gasoline range hydrocarbons and gaseans ones» mitten in  jung miozänen Evaporiten unbekannter Herkunft. Sie wurden als «mina, but significant from below» bezeichnet.
 
Spuren von Erdöl und Erdgas wurden auch im östlichen Mittelmeer festgestellt ohne jedoch klären zu können ob diese aus tiefer liegenden Sedimentgesteinen kommen. Generell der bogenartiger Mediteraner Graben bis in der südlichen Abgrenzungen der Helleniden, das Becken «Messina abysial plain», der Nildeltakegel und das Becken von «Herodotus-abysial» zeigen alle Merkmale für das Vorhandensein von Kohlenwasserstoff-Lagerstätten.
 
Am Ende des Ostmediterraner Rückens befindet sich die Insel Zypern, die mit sehr neuen tektonischen Gegebenheiten die noch auf ihre Morphologie wirken, bezeichnet wird. Die wesentlichen Züge der Oberflächengestaltung sind eng an tektonische geknüpft.
 
Über die paläozoische Geschichte der Insel ist fast nichts bekannt, es sei denn, die kristaline Gesteine am Strande der westlichen Khrysokou-Bucht oder die Troodosgesteine hätten dieses Alter. Die ältesten, im Südwesten der Insel bekannt gewordenen Gesteine der so genannten Mamonia-Formation wurden als der oberen Trias angehörig bestimmt.

Die auf Zypern bekannten Ablagerungen (Bild 5) werden eingeordnet (9) in:

a.    Trias – Jura
b.    Oberkreide – Oligozän (Alttertiär)
c.    Miozän (Jungtertiär)
d.    Pliozän (Jungtertiär) und
e.    Pleistozän (Quartär)

 

Bild 5


 
Die Insel wird wesentlich durch die Gebirge der Nordkette (Kyrenia Range) und das Troodos-Gebirge bestimmt. Zwischen den beiden Gebirgszügen befindet sich als Senkungsgebiet die Ebene «Mesaoria» die noch in Pleistozän (Quartär) durch das Meere bedeckt war. Zypern besteht also aus vielen Inseln und sie erscheint als einheitliche Insel seit Miozän (Jungtertiär). Die pliozäne Geschichte Zyperns schließt sich eng an jene Syriens und Palästinas an. Auf die spätmiozänen orogenen Bewegungen folgte beträgliche Erosion der gehobenen Bereiche und darauf eine rasche Überflutung der tiefer liegenden Gebiete zu Beginn des Pliozäns. Fast die gesamte Mittelebene war im Pliozän, besonders im Oberpliozän, vom Meere eingenommen. Dessen mächtige Sedimente bezeugen die starke Senkungstendenz im Untergrund der Mesaorea.
 
Der Vergleich zwischen Erhebungen und Absenkungen im Meeresuntergrund, im Westen, Norden und Osten der Insel zeigt, dass in diesen Gebieten herrschten ähnlich tektonische Aktivitäten wie im Ägäis.

Die Tiefe des Meeres vor dem Südwesten Zyperns ist betont unregelmäßig. Inmitten eines ausgedehnten ziemlich ausgeglichenen Feldes mit Tiefen zwischen 2000 und 2200 m ragen oval umgrenzte Erhebungen auf. Auffälliger ist jedoch das Absinken in tiefe Löcher mit maximal 2825 m Tiefe Dieser Raum zeigt die Merkmale junger und jüngster Einbruchstektonik. Ähnlich, doch weniger intensiv erscheint die Unruhe des Meeresbodens zwischen Zypern und Libanon.

Sind die, von US-Geological Survey 2009/10 angegebenen riesigen Kohlenwasserstoff-Reserven im östlichen Mittelmeer, sichere, wahrscheinliche, mögliche oder spekulative Reserven?

Die jüngsten Entdeckungen von Kohlenwasserstoff-Lagerstätten im Ostmittel-meer und etwa 135 km westlich vom israelischen Hafen Haifa und in 5000 m Wassertiefen, in Levantischen Becken, in Zusammenarbeit der israelische Regierung mit der in Texas ansässigen Firma Noble Energy, werden mit GIP von 450 Mrd. Kubikmeter geschätzt. Über den zypriotischen Fund einer Gas-Lagerstätte im Block 12, 185 km von der Südküste der Insel wird über ein GIP bis zu 280 Mrd. Kubikmeter Lagerstätteninhalt berichtet. Hier ist zu erwähnen dass mit den Testergebnissen einer Bohrung kann nicht das GIP einer Lagerstätte erfasst werden. Es handelt es sich hier um grobe Annahmen die durchaus nicht bestätigt werden können.

Der United States Geological Survey (USGS) schätzt die Vorräte an förderbarem Erdgas in marinen Bereichen von Israel, Syrien, Libanon und Zypern auf 3,5 Trillionen Kubikmeter. Mythos oder Wirklichkeit? Der Verfasser tendiert für den Mythos. Begründung: Die USA wollen mit der Nabucco-Gaspipeline unter Umgehung Russlands 31 Mrd. Kubikmeter Erdgas aus der Erdgasvorkommen des Kaspischen Meeres durch die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis nach Österreich transportieren. Das Projekt (3300 km lange Pipeline) kommt nur schleppend voran. Da die vorgesehenen Erdgaslieferanten für Nabucco die Erdgasmengen nicht liefern können, hoffen die USA und die Europäer die Leitung auch mit Erdgas aus Ägypten, Nordirak und Iran zu füllen. Eine Leitung aus Irak, die Stillgelegt wurde, geht durch Syrien über die Stadt Aalepo nach Tripolis in den Libanon. Für die Realisierung der Pläne der Nabucco-Pipiline fehlt nicht nur das Erdgas, fallen auch auf absehbare Zeit zusätzliche Pipelines in der Region. Für das Erdgas aus der großen Blase der North West Dome (Khuff Gas Reservoir) zwischen Qatar und Iran, in Persischen Golf, kommt nur die Erdgasverflüssigung in Frage (LNG).
 
Der Mythos der gigantischen Kohlenwasserstoff-Lagerstätten des Ostmittelmeeres inklusiv die südlich von Kreta und im Ionischen Meer, hat wahrscheinlich mit der Problematik der Nabucco-Pipeline zu tun.

Eine Studie der kretischen Unternehmensberatung «Pytheas» unterstellt auf Grund geologische und geochemische Untersuchungen die Existenz großer Erdgasvorkommen vor der Südküste Kretas. Solche Unterstellungen ohne konkrete Testergebnisse sind wertlos. Wenn man aufsteigende Blasen chemisch untersucht, erhält man  keinen Hinweis auf die  Existenz von Erdgaslagerstätten. Diese Gasblasen konnten auch Gashydratblasen sein. An der Subduktionszonen wird das subduzierte Sediment in größeren Tiefen ausgepresst und Porenwasser mit hohem Methangehalt (CH4 5,75H2O) nach oben transportiert. Meist lagert sich dieses Methanhydrat an den Sedimentoberflächen. Methanhydrat ist thermodynamisch nur unter bestimmten Druck- und Temperaturbedingungen stabil. Sonst steigt es bis zu Meeresoberfläche und danach in die Atmosphäre. Es steigt aus dem Sediment langsam in Form von kleinen Bläschen in das freie Wasser.

 
Ein deutliches geodynamisches Modell in hellenischem Raum stellt der bogenartige ostmediteraner Rücken dar. Die Lithosphäre des östlichen Mittelmeeres die zur afrikanischen Platte gehört, sinkt unter dem ostmediteranen Rücken, der die Grenze der Eurasischen Platte darstellt, ab (Bild 6). Aus der Analyse der geophysuikalischen, erdbebengeologischen und jungtektonischen Untersuchungen des hellenischen Raums unterteilt sich dieser:
 

  • in einem äußerer Raum, der die Inseln des Ionischen Meeres beinhaltet in dem heute zusammendrückenden (subduzierenden) Tendenzen herrschen und
  • in einem inneren Raum, der den Rest Hellas beinhaltet, in dem rein hereinziehenden Tendenzen herrschten.

 
Die tektonischen Aktivitäten, die diese beiden Räume in den letzten 10 Mio. Jahren beeinflussten, unterscheiden sich untereinander. Das Gebiet das heute die Ägäis bedeckt, war während des oberen Miozäns Festland. Trotz der tektonischen Aktivitäten bildeten sich in diesem Festland großen Seen. Das Meer befand sich südlicher und westlicher im Bereich Kretas und der Ionischen Inseln. Die zusammendrückenden Tendenzen der Gesteinsformationen und die Entwicklung des bogenartigen ostmediteranen Rückens basieren auf die Wirkung dieser Tendenzen an die Enden der Helleniden die auch den inneren Raum beinflußten. Es ist sehr wahrscheinlich dass diese Tendenzen auf dem Wechsel des Bewegungsrytmus der afrikanischen Platte zurückzuführen sind.
 
Die morphologische Entwicklung des hellenischen Raumes wurde hauptsächlich durch die alpine Gebirgsbildung im Alttertiär beeinflusst. Im Westen Hellas verlaufen mit nahezu nordsüdlichem Streichen die Hochgebirgsketten der Helleniden, eine Fortsetzung der Dinariden, zusammengesetzt aus mesozoischen und tertiären Kalken mit Einlagerungen von Flussgeröllen.
 
Es werden zwölf geotektonischen Zonen (12, 13) unterschieden (Bild 6):

1.    Rhodopen Block
2.    Attisch-kyrlodisches Massiv
3.    Pelagonisches Massiv
4.    Parnasos-Chionos-Zone
5.    Lyrisch-Karische Zone
6.    Subpelagonische Zone
7.    Tripolis-Unterzone
8.    Zentrapelonnopesisch kretanisches Massiv
9.    Axioszone
10.  Olomos-Pindoszone
11.  Ionische Zone
12.  Paxos-Zone bzw. Praeapulische Zone
 

Bild 6

 

Zakynthos, die südlichste der Inseln der Ionische Zone, gehört mit ihrem Westteil zur «Praeapulischen Zone» bzw. Paxos-Zone, ebenso die Insel Kephallinia. Die «Äußere Westliche Ionische Zone» ist in den Ostteilen beider Inseln auf die «Praeapulische Zone» überschoben. Die Insel Korfu gehört zur «Äußeren Westlichen Ionischen Zone».
 
Das Hauptgebiet der kristallinen Gesteine ist der Raum des Ägäischen Meeres und der benachbarten Küsten. Hier liegt ein west-östlich streichendes Rumpfgebirge aus altkristallinen Gesteinen und Kalkmassen paläozoischen und kretazoischen Alters mit zwischengelagerten Schiefer und Serpentin. Gleichartige Gesteine bauen auch die Mazedonisch-Thrakische Masse auf. Ein kleiner Abschnitt des alpidischen Südstammes der Dinariden ist in Südwestmazedonien durch die Axios-Zone vertreten. Die Axios-Zone ist mit vorwiegend paläozoischen und triasischen Sedimenten zwischen den mächtigen ultrabasischen In-trusivmassen von wahrscheinlich mitteltriasischem Alter eingeschlossen. Zum Ultrabasischen triasischen Geosynklinalvulkanismus der Axios-Zone gehören aller Wahrscheinlichkeit nach die großen Sedimentmassive Mazedoniens mit ihren Chromerzlagerstätten.
 

Bild 7

 

 

Der Raum des Ägäischen Meeres und der benachbarten Küsten war im Tertiär und im Quartär das Gebiet starker vulkanischer Tätigkeit (Bild 7), so dass in diesen Perioden aus vielen Vulkanzentren chemisch verschiedenartig zusammengesetzte Laven ausgeflossen sind, aus denen die mannigfaltigen Ergussgesteine dieses Raumes erstarrten. Im Südägäischen Meer liegt das Attisch-Kykladische Massiv, und im Osten, im Nordwesten und Norden erscheinen die Lydisch-Karische Masse, das Pelagonische Massiv und der Rhodopen Block. Zwischen dem südöstlichen Rhodopen-Massiv und den angrenzenden Abschnitten des ostägäischen Faltengebirges ist im Tertiär unter anderen die Becken Kavala-Prinos, Komotini und Drama entstanden. Diese Becken gehören zu einer intramontanen Senke der Post-Inversions-Etappe des ostmediterranen Gebiergs-systems.

 

Bild 8

 
Die Insel Thasos stellt eine zerstückelte alte Gebirgsschole dar (Bild 8), die sich aus metamorphen, hochkristallinen Schiefern, Kalken und Marmoren von sedimentärem Ursprung bis zu einer Mächtigkeit von rd. 2000 m aufbaut. Das metamorphe Systen der Insel ist eine Fortsetzung des Rhodopen-Blocks von Sedimentgesteinen, die dem Alter nach zwischen Grundgebirge und Küstenkonglomaraten stehen, fehlt auf der Insel Thasos jegliche Spur d.h. dass die Insel Thasos nicht vom Meere bedeckt war, als während der Kreide und des Tertiärs viele Insel der Ägäis und teile des Festlandes wieder versanken. Westlich der Insel Thasos gelang 1972 im durch die Bruchtektonik entstandenen Kavala-Thasos-Becken der erste kommerzielle Erdöl- und Erdgasfund in griechischen Gewässern (Bild 9). In einer östlich von Thasos abgeteuften Bohrung, die das Miozän direkt über dem Basement antraf, wurden ebenfalls Zuflüsse von Erdöl festgestellt. Als untersuchungswürdig für Kohlenwasserstoff-Lagerstätten kann der Bereich zwischen den Inseln Thasos und Samothraki betrachtet werden.

 

Bild 9

 
Aus der bisher gesagten ist zu entnehmen, dass Hellas mit der Ägäis und dem Ionischen Meer und dem größte Teil des übrigen Mittelmeeres war während des gesamten Messozoikums (Trias, Jura und Kreide) von Tethys-Meer bedeckt. Es sind also nach der biothische Entstehungstheorie von Kohlenwasserstoffen nicht Lagerstätten der geologischen Zeiten vor Trias, Trias, Jura und Kreide zu erwarten ohne jedoch die Bildung in diesen Gebieten von Sedimentgesteine, wie z.B. in Westgriechenland und in Ionischen Meer auszuschließen. Die Entdeckung dieser aber ist problematisch. Sie befinden sich wahrscheinlich unterhalb von Evaporiden der Trias Zeiten und haben kleine räumlichen Dimensionen.
 
Die Untersuchung von Sedimentäre Formationen des Känozoikums (Tertiär und Quartär) in Westgriechenland und Ionischen Meer mit 11 Bohrungen in NW-Peloponnes, 2 Bohrungen in Ionisches Meer, 7 Bohrungen in Epirus in 3 Boh-rungen in Insel Zante (im Ort Keri sprudelt Erdöl seit dem Altertum) führte zur Entdeckung durch Bohrung Katakolo-1A eine Gaslagerstätte ohne jedoch von wirtschaftlichem Bedeutung.
 
Aus den 4 Bohrungen im Delta des Flusses Nestos, der 4 Bohrungen im Gebiet von Thessaloniki, der 3 Bohrungen im Delta des Flusses Strymonas, der 6 Bohrungen in West Thrazien und aus der gesamten Bohrungen des Erdölfeldes Prinos, Erdgasfeldes Kavala-Süd und der Bohrung Thasos Ost Nr. 1 im Nordägais (Bild 9), aus der Bohrung Lemnos-1 und aus allen anderen früheren Untersuchungen während der Besatzungszeit Griechenlands im 2. Weltkrieg, ergeben
sich folgende Erkenntnisse:

Die molassischen (Tertiäre) Sedimentbildungen Ostgriechenlands sollen, bezüglich des Inhalts an Kohlenwasserstoff-Lagerstätten als untersucht beurteilt werden (Gebiete Thessaliens, von Thessaloniki, Ostmazedoniens und Westthraziens). Untersuchungswürdig sind noch die molassischen Sedimente zwischen der Inseln Thasos und Samothrazien im Nordägäis.

Die hellenische Regierung teilte Anfang März 2012 mit, dass das norwegische Unternehmen TGS Nopec Geohysi-cal & PGS, das in Großbritannien ansässige Unternehmen Dolphin Geophysical & Spec Partners, das französische CGGVE-RITAS, das US-amerikanische ION Geophysical Corporation & Spectrum Geo Ltd. und das in deutscher Hand befindliche Fugro Multiclient Services, für den Erwerb von Lizenzen für Untersuchungsbohrungen vor der Küste Westgriechen-lands und der Küste Südkretas interessiert sind.

 

Bild 10


Auch für den Fall der Fündigkeit, wie im Falle Israels und Zyperns, wegen der großen Wassertiefen, wird die Gewinnung kostspielig oder sogar gar nicht möglich werden. Die Halbtaucher (Bild 10, 11), die für das Abteufen von tiefen Exploratiosbohrungen gut sind, eignen sich nicht als Produktionsplattformen zu dienen. Man kann zwar auf unterwasserproduktionseinrichtungen (Subsea Template) zurückgreifen (Bild 12), das gewonnene Erdgas muss aber zu der nächsten Küste transportiert und dort aufbereitet werden bevor es über eine Pipeline weiter geleitet wird. Erdgas kann Süß oder Sauer sein. Bei Süßgas reicht die einfache Trocknung aber bei Sauergas (H2S-haltig) sind die Probleme nur mit großen finanziellen Aufwand zu lösen.

 

Bild 11

 

Bild 12

 
Was aber, wenn die biotische Entstehungstheorie der Kohlenwasserstoffe nicht stimmt und die Kohlenwasserstoffe abiotisch entstehen?

Die größte Wärmequelle der Erde abgesehen von der Sonne, ist ihr Inneres, das jede Sekunde 1,5 Mikrokalorien pro Quadratzentimeter Erdoberfläche (510 Mio. qkm) an die Erdoberfläche abgibt. Diese Wärme wird durch zerfallene radioakti-ve Atome erzeugt, die vor 4,6 Mrd. Jahren aus den interstellaren Wolken aus der sich die Sonne und die Planeten unseres Sonnensystems bildeten, kamen.

Die Erde besteht aus folgenden konzentrischen Schichten:

  • Ein innerer Kern der größtenteils aus festem Eisen (Temperaturen ca. 5000 Grad Celsius) besteht und einen Durchmesser von 2400 km hat. Dieser dreht sich möglicherweise schneller als der Rest der Erde. Man vermutet, dass hier das Magnetfeld der Erde verankert ist.
  • Ein äußeren Kern aus flüssigen Eisen und Nickel (Temperaturen ca. 4400 Grad Celsius) etwa 2200 km dick.
  • Ein innerer Erdmandel aus festem und heißem Gestein 22,5 km dick. An der Grenze zu dem äußeren Kern treffen flüssiges Eisen und Nickel auf geschmolzenes Gestein.
  • Ein äußerer Erdmandel aus festem und kühlem Gestein ist 65 km dick.
  • Eine Erdkruste aus 48-60 km dicken, festen sich verschiebbaren Gesteins-Platten, darunter aus 16 großen und einigen kleineren.

 

Bild 13

 

Der innere und äußere Erdmandel zusammen mit der Erdkruste bilden die Lithosphäre, die unter dem Ozean im Mittel 70 km und unter den Kontinenten 150 km mächtig ist. Die Lithosphäre ist in Blöcken unterteilt, welche man als Platten bezeichnet. Darunter erstreckt sich die wärmere, mehr als 1200 Grad Celsius heiße, Astenosphäre. Die ozeanischen lithosohärischen Platten bewegen sich auf Grund der Konvektion in Erdmandel und schieben sich unter benachbarten Kontinenten (Bild 13). Der Zuwachs des Meeresbodens im Ostpazifik beträgt 16 cm/Jahr und der Atlantik 3 cm/Jahr. Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Krustenblocks beträgt 10 cm/s d.h. die Umrundung der Erde wird ca. 400 Mio. Jahre dauern. Zyklische Strömungen von Magma, Wasser oder Luft auf Grund temperaturbedingter Dichtenunterschiede sind die Wärmekraftmaschinen der Erde und lassen sie die lithosphärische Platten wandern oder Vulkane ausbrechen.

Bild 14

 

Vulkane bieten eines der großartigsten Naturschauspiele mit Austritt glutroter, fast 1200 Grad Celsius heißer Lava. Auf der Erde gibt es heute mehr als 500 aktive Vulkane. Der Ursprung ihrer gewaltigen Kräfte liegt im Erdinneren, wo Gestein und Minerale aufgrund der hohen Temperaturen zu Magma verschmelzen. Diese Gesteinschmelze sammelt sich in einer Tiefe von 2-50 km oft über tausende von Jahren in so genannten Magma Kammern an (Bild 14). Durch Druck und Temperatur Veränderungen werden im Magma gebundene Gase freigesetzt, die durch Vulkanschlote oder Spalten an die Erdoberfläche vordringen und das Magma mit nach oben reißen. Durch Vulkane entstehen pro Jahr 1,7  Kubik Kilometer neue Kruste. Andererseits gehen durch Erosion dem heutigen terestrischen Bereich jährlich 4 Kubik Kilometer Gesteinsmaterialvolumen verloren. Diese Vorgänge treten vor allem in tektonischen Schwächezonen auf.

Der dynamische Prozess der Umgestaltung der Kontinente läuft bis heute ununterbrochen fort. Der letzte Superkontinent-Zyklus begann im Phanerozoikum (Zusammenfassung von Paläozoikum, Mesozoikum und Känozoikum = 545 Mio. Jahre bis 10.000 Jahre). Es  brachen größere Landmassen auseinander und innerhalb von 350 Mio. Jahren entstanden zuerst die Großkontinente Gondwana und Laurasia die vor 250 Mio. Jahren zum Superkontinent Pangäa verschmolzten.
 
Pangäa begann vor 180 Mio. Jahren entlang eines Riffsystems aufzubrechen und den Erde umspannenden Ozean Panthalassa völlig zu verschlucken. Als die  große Landmasse Pangäa in einzelnen Kontinentalplatten zerbrach (Bild 13),  drifteten unter anderen die Platten, die Afrika und Eurasia trugen, auseinander und eine große Wassermenge, Teil des Tethys Ozeans, nahm das Gebiet ein. Die Länge des Netzes der gesamten Spreizungszonen (Subduktionszonen) der Erde ist mit 56.000 km und die mittlere Spreizungsgeschwindigkeit mit 5 cm/s geschätzt. Wenn die Kohlenwasserstoffe abiotisch und immer wieder neu im oberen Erdmantel entstehen, steigen diese über die Spreizungszonen und füllen die Speicher der Lagerstätten auf. Die Kohlenwasserstoffe also, welche in Erdmantel ruhen, kommen durch die genannten Spalten (Migrationskanäle) hoch und füllen dafür die geeigneten Speicher auf (11).
 
Sollte diese abiotische Entstehungstheorie von Kohlenwasserstoffen bestand haben, muss die Strategie der Ausbeutung von  Lagerstätten neu überdacht werden. In diesem Fall, wenn das Gleichgewicht in eine Lagerstätte zwischen Förderung und Nachfluss aus der Tiefe Konstant bleibt wurde, diese Lagerstätte wird nie ausgefordert. Hier wäre noch über eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen nachzudenken notwendig.
 
Auch die Explorationsarbeiten zu Entdeckung von neuen Lagerstätten mussten in Bereichen der Subduktionszonen verlegt werden.
 
Literaturverzeichnis

  1. Howell D. G. «Terrane», Spektrum der Wissenschaft, Januar 1986
  2. Bischoff, G. «Ein erweitertes globales Modell der Plattentektonik», Spektrum der Wissenschaft, März 1987
  3. Seibold E. «Vom Rand der Kontinente», 1979, Akad. Wiss. Lit Mainz
  4. Chaziteodorou G. «Die Eroberung des Meeresbodens»,     Bergbau 12/1988, S. 533-540
  5. Chaziteodorou G. «Gedanken zur Energie- und Rohstoffversorgung der Welt», Bergbau, 1/1988, S. 20-23
  6. Gretz J. «The Conversion of Solar Energy without Concentration», Energie Nucleare 21(8/9), 1974
  7. Birg H. «Die demographische Zeitwende», Spektrum der Wissenschaft, Januar 1/1989, S. 40-49
  8. Chaziteodorou G. «Bodenschätze und Bergbau Griechenlands», Glückauf, Jahrgang 110 (1974), Nr. 3
  9. Chaziteodorou G. «Große Vorratsquelle für Kohlenwasserstoffen das Mittelmeer?» Mining Metallurgical Chronicles, 5th Year, Nr. 26 November-Dezember 1975, Athen
  10. Chaziteodorou G. «Naher Osten, Kultur, Geographie und Erdölwirtschaft», Bergba 8/1989, S. 388-391
  11. Vladimir Keutscherov «Interwie über die abiotische Entstehung von Kohlenwasserstoffen»                                  http://www.eike-klima.energie.eu 24.11.2012
  12. Hiessleither G. «Geologie der Balkanhalbinsel und eines Teils von Kleinasien», Jb. Geol. Bundesanstalt, Sonderband 1, S. 134/71 Wien 1951


Abbildungen

Bild 1:  Kornpackungsarten des Speichergesteins die die Porosität beeinflußen.
Bild 2:  Charakteriswtische Lagerstättentypen
Bild 3:  Energiequellen des Planeten Erde
Bild 4:  Großtektonische Elemente im Mittelmeerraum
Bild 5:  Übersicht der geologischen Karte Zyperns
Bild 6:  Schematische Darstellung der geotektonischen Zonen des hellenischen Raumes.
Bild 7:  Gebiete Hellas mit überwiegend kristallinen Gesteine
Bild 8:  Geologische Übersichtskarte von Thasos und des gegenüber liegenden Festlandes (Schnitte aus Bild 7).
Bild 9:  Kohlenwasserstoff-Konzession im Nordägäis
Bild 10:  Bohreinrichtungen in Abhängigkeit von Meerestiefen
Bild 11:  Halbtaucher kombiniert mit Subsea Template
Bild 12:  Subsea Template
Bild 13:  Driftphasen des Großkontinents Pangäa.
Bild 14:  Schematische Darstellung der Gesteinsbildung


PD Dr.-Ing. Georg Chaziteodorou                                              
Bleibergweg 114, 40885 Ratingen
Tel.+Fax: 02102 32513
E-Mail : chaziteo@t-online.de
10.12.2012


Rubrik: Wirtschaft/Οικονομια
10.12.12
 von Dr. Georg Chaziteodorou

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