Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε
21.11.2018

Beispiellose Militärparade: Mächtig und unbesiegbar

Laut der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada betrachten die Russen ihr Land als eine Großmacht -- Von Franz Krummbein

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Von Franz Krummbein

 

Laut der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada betrachten die Russen ihr Land als eine Großmacht. Für 60 Prozent bedeutet der Begriff „Großmacht“ in erster Linie einen hohen Lebensstandard. Ebenfalls 60 Prozent meinten, dieser Begriff setze ein starkes Wirtschafts- und Industriepotential des Landes voraus. Für 44 Prozent ist der Kernwaffenbesitz ein Inbegriff der Großmacht.

 
Deutsche nicht so blöd, wie das Medienkartell meint.

 
Vor dem Hintergrund der verschärften Ukraine-Krise ist Russland aus der Sicht vieler Deutschen attraktiver als der von den USA geführte Westen. Wie eine Umfrage des Instituts für Politische Wissenschaften mit Sitz in Bonn und in Berlin ergibt, haben sich 49 Prozent der befragten Deutschen für eine ausgewogene Haltung Deutschlands im Konflikt zwischen Russland und dem Westen ausgesprochen. Nur 45 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass Deutschland die westliche (pro-amerikanische) Position in der Ukraine-Frage unterstützen soll.

 
Das zeigt überdeutlich, dass die Mehrheit der Deutschen aus der Geschichte gelernt hat! Russland sollte der Deutschen Freund sein, und umgekehrt - wo kommen wir sonst hin. Wir können froh sein, dass die Sowjetunion Deutschland 1945 nicht vollends erledigt hat, aus Rache; es gab keine sowjetische Familie, in der nicht ein Angehöriger durch Kriegswirkung umgekommen ist. Dafür müssen wir dankbar sein. Denn: Deutschland hat die Sowjetunion überfallen, und nicht umgekehrt.

 
Russland demonstriert dieser Tage Selbstbewusstsein und Stärke, und das ist gut so. Die grandioseste Siegesparade in der neueren Geschichte Russlands hat der Weltgemeinschaft gleich mehrere wichtige Signale gegeben.

 
Die Berichte über die Militärparade zum »Tag des Sieges« haben sich in den militärischen Details überschlagen: Strategische Bomber wie die Tupolew Tu-60 (»größtes Militärflugzeug der Welt«) sind nur 300 Metern Höhe über die Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale geflogen. Erstmals ist der neue »Superpanzer« T-14 »Armata« der Weltöffentlichkeit präsentiert worden. »Die rund 50 Tonnen schwere Kampfmaschine wird von den Streitkräften als Inbegriff einer neuen Panzer-Generation angepriesen« und »kann auch tauchen« … Und dann auch noch die imposanten Kernwaffen, die Krönung bei »Putins Protzparade« (»Bild«).

 
Gleichzeitig gibt das Springer-Blatt ein überraschendes Stimmungsbild ab: »Abertausende stehen Spalier, fotografieren, filmen, winken, schwenken Fähnchen. Es ist ein bisschen wie 2006 bei der WM in Deutschland, dem Sommermärchen.«

 
Es dürfe nicht vergessen werden, dass der 9. Mai etwas viel Wichtigeres als „nur“ der Siegestag im blutigsten Krieg in der Geschichte Russlands sei. Das sei ein Volksfeiertag, der viel bedeutender war als der Tag der Oktoberrevolution in der Sowjetunion oder der Tag der Unabhängigkeit in Russland. Der Tag des Sieges habe zur Vereinigung der Russen selbst nach dem Zerfall der Sowjetunion beigetragen. Das Gedenken an den Großen Vaterländischen Krieg sei heilig.

 
Die 27 Millionen Menschen der Sowjetunion, die für den Sieg über den Hitler-Faschismus ihr Leben gelassen haben, sie sollen nie vergessen werden. Und das Land soll nie wieder solche Opfer bringen müssen, diese Haltung eint die Bevölkerung über elf Zeitzonen.

 
Die Parade zum 70. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg habe gezeigt, dass die russischen Streitkräfte wiederbelebt worden seien. Russland habe demonstriert, dass seine Militärreform sehr erfolgreich war und dass die für die Modernisierung der Armee ausgegebenen Mittel die Entwicklung von neuen Waffenarten ermöglicht haben. Auf dem Roten Platz wurden am 9. Mai völlig neue Panzer und Schützenpanzerwagen sowie die Flugabwehrraketenkomplexe großer und mittlerer Reichweite Triumph und interkontinentale Feststoffraketen RS-24 Jars gezeigt.

 
Eine weitere Besonderheit der Siegesfeier in diesem Jahr bestand darin, dass die Veranstaltungen von den westlichen Politikern ignoriert wurden, die vor fünf Jahren an den Veranstaltungen teilgenommen hatten. Die Weigerung der Offiziellen aus den USA und der EU, nach Moskau zu reisen, haben viele Russen als einen Beweis dafür wahrgenommen, dass zwischen Russland und dem Westen eine neue Ära der Feindseligkeit begonnen hat.

 
Dabei habe die Parade auf dem Roten Platz bewiesen, dass das russisch-chinesische Bündnis nicht nur eine „Axis of Convenience“ sei. Der russische Präsident Wladimir Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping „haben sichtlich Spaß an der gegenseitigen Kommunikation“.
Wir erinnern auch daran, mit welcher Begeisterung sich Russland auf die Olympischen Spiele in Sotschi vorbereitet hatte, um der ganzen Welt ein Sportfest zu schenken. In diesem Jahr wird Russland die folgenden sportlichen Wettbewerbe durchführen:

 
Die Taekwondoweltmeisterschaft (Tscheljabinsk);

 
Das V. Petersburger internationale juristische Forum;

 
Die Sitzung der Schanghaier Organisation der Zusammenarbeit;

 
Die Weltmeisterschaft im Fechten;

 
Die 16. Weltmeisterschaft in den Wassersportarten (Kazan);

 
Die russische Etappe der Weltmeisterschaft die Formel-1 (Sotschi)

 
Die Russische Föderation wird alle Verpflichtungen termingemäß erfüllen, die sie als Gastgeberland der Fußball-WM 2018 übernommen hat. Ca. eine Million Gäste werden Russland während der Fußball-WM 2018 besuchen, und dies soll für die Entwicklung des Tourismus benutzt werden.
 
In letzter Zeit gebe sich Russland immer öfter als ein Land, das nicht zum Westen gehöre und seinen eigenen Weg gehe. In wenigen Monaten werde Russland zwei Gipfeltreffen ausrichten – der BRICS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Chinas Beteiligung daran werde etwas Besonderes sein.

Heute nehmen die BRICS-Länder ein Viertel des Territoriums unseres Planeten, fast ein Drittel des Ackerlandes ein. Das ist ein Fünftel der Weltwirtschaft, 15 Prozent des internationalen Handels und über 50 Prozent aller Kapitalien, die in die Weltwirtschaft herangezogen werden. Das Gesamtvolumen des Bruttoinlandsproduktes der BRICS-Staaten erreichte schon in diesem Jahr diese Kennziffer der G7. In den BRICS-Staaten leben über 40 Prozent der Bevölkerung des Planeten. Zugleich leben in den Staaten der „goldenen Milliarde“, die von den G7 geleitet werden, nur 16 Prozent der Erdbevölkerung. Das immer engere russisch-chinesische Zusammenwirken wird zur weiteren Konsolidierung der ‚nichtwestlichen‘ Staaten vor dem Hintergrund des anhaltenden Wandels der Weltordnung führen.

 
Das momentane Chaos, was in Westeuropa herrscht, ist noch Jahrzehnte aktiv. Deshalb sollte die Russische Föderation dieses Erkennen der Realität als eine Lehrstunde definieren, sonst nichts! Die Grund- Daten der Wirtschaft und Ökonomie sind gesund, besser als die der USA und der meisten EU-Staaten. Der Handel zwischen Russland und Amerika hat trotz der Sanktionen zugenommen. Wo die USA Schäden für sich befürchten, machen sie Ausnahmen. Aus seiner Sicht schaden die US-Sanktionen eher Europa und sind Teil einer Neuaufteilung des Weltmarktes.

 
Das Gesamtpotential Russlands ist unanfechtbar und wird sich sehr schnell stabilisieren. Das Jahr 2015 wird in die Weltgeschichte als das Jahr einer neuen globalen Wasserscheide zwischen den aufstrebenden und absteigenden Zivilisationen eingehen.

 

 


Rubrik: Thema/Θεμα
16.05.15
 von Franz Krummbein

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